Kaori Saeki wurde in Japan geboren und begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel.
Sie studierte Rechtswissenschaften an einer Universität in Japan mit einem Schwerpunkt auf Menschenrechte, Rechtswissenschaft, Volkskunde, Krieg, Kriminologie, Weltgeschichte und internationaler Politik. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst als Bürokraft in Tokio. Im Jahr 2010 hatte sie die Gelegenheit, an einem Seminar in Tokio unter der Leitung von Professor Stephan Möller teilzunehmen. Kurz darauf wurde sie in seine Klasse am Prayner Konservatorium in Wien aufgenommen und zog 2012 dorthin.
Sie studierte Soloklavier bei Professor Stephan Möller und Kammermusik bei Professor Konstantin Weitz. Bereits nach nur zwei Jahren schloss sie ihr künstlerisches Diplom mit Auszeichnung ab.
Im Jahr 2014 gab sie ihr Debüt beim Golden Key Festival in der Carnegie Hall in New York, wo sie Liszts Mephisto-Walzer Nr. 1 als Solistin sowie Beethovens Große Fuge op. 134 im Klavierduo mit Professor Möller aufführte.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit sammelte sie umfassende Erfahrungen als Kammermusikerin und Begleiterin. Sie trat mit Gesangssolist:innen und Instrumentalist:innen in zahlreichen Konzerten und Diplomprüfungen auf. Dabei arbeitete sie mit Musiker:innen der Instrumente Violine, Viola, Cello, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon, Horn, Trompete, Posaune und Tuba. Ihr Repertoire umfasst die wichtigsten Standardwerke für eine Vielzahl von Instrumenten.
Kaori Saeki gehört heute zu den aktivsten und vielseitigsten Musiker:innen mit Sitz in Wien.
Im Jahr 2018 startete sie das Projekt „Beethoven–Czerny–Liszt“, um die Musik von Carl Czerny zu fördern und seine Identität als echter Wiener Komponist – geboren und gestorben in Wien – hervorzuheben. Sie spielte regelmäßig Klaviersonaten von Czerny in der Gesellschaft für Musiktheater sowie im Bezirksmuseum Floridsdorf in Wien.
2021 wurde sie zum Beethoven-Festival in Brake (Deutschland) eingeladen, das von Professor Kurt Seibert organisiert wurde. Dort gab sie ein abendfüllendes Recital mit Sonaten und Nocturnes von Czerny. Im selben Jahr führte sie gemeinsam mit dem Geiger Jonathan Cano innerhalb von drei Tagen sämtliche Violinsonaten von Beethoven in Wien auf.
2022 spielte sie alle elf Klaviersonaten von Czerny in einer viertägigen Marathon-Konzertreihe in der Gesellschaft für Musiktheater Wien und wiederholte dieses Programm 2023 im Salon Freiraum in Salzburg.
Gemeinsam mit dem Geiger Jonathan Cano und dem Countertenor/Komponisten Rubén Berroeta gründete sie das Ensemble JoKaRu, mit dem sie regelmäßig auftritt. Seit 2020 wird das Ensemble kontinuierlich von der polnischen Kulturorganisation Fundacja Wspólna Przestrzeń, gegründet und geleitet von Mariola und Cezary Fanselow, zu Konzerten und Meisterkursen eingeladen.
2024 unternahm das Ensemble eine Konzerttournee durch fünf polnische Städte und führte Workshops für Kinder durch – unterstützt vom polnischen Staatsfernsehen und -radio.
Im selben Jahr trat JoKaRu beim 39. Festival Alfonso Ortiz Tirado in Sonora, Mexiko, auf und präsentierte u. a. zeitgenössische Werke von Rubén Berroeta.
2023 spielte Kaori Saeki George Gershwins Rhapsody in Blue mit dem Blasorchester Musikverein Lenzing Werkskapelle unter der Leitung von Manfred Röhrer. Außerdem trat sie als Celestaspielerin mit der Cappella Istropolitana unter der Leitung von Vasilis Tsiatsianis im Großen Saal des Wiener Musikvereins auf. Zudem wurde sie von Cerabino Pianoforti in Mailand eingeladen, um gemeinsam mit der Mezzosopranistin Yulia Savrasova in der Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore zu konzertieren.
Seit 2024 ist Kaori Saeki Jurymitglied beim Internationalen Rosario-Marciano-Klavierwettbewerb, der von Professor Stephan Möller organisiert und von Professor Kurt Seibert geleitet wird.