Marek Kubski, geboren am 22. Mai 1959 in Breslau (Wrocław), ist ein polnischer Maler, Multiinstrumentalist, Komponist, Schriftsteller und Satiriker. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er unter der Anleitung des bekannten polnischen Schlachtenmalers Prof. Michał Bylina. Seit 1981 lebt und arbeitet er in Wien, wo er seine künstlerische Tätigkeit entwickelt und Malerei, Musik und Literatur miteinander verbindet.
Marek Kubski ist Autor von rund 2.000 Gemälden. In seinem künstlerischen Schaffen beschäftigt er sich vor allem mit Schlachtenszenen, aber auch mit symbolisch-fantastischen Motiven, Akten, Landschaften und Grafiken. In seinen Bildern erscheinen häufig Themen wie Krieg, Angst, Tod, Mut und menschliche Emotionen. Charakteristisch für seine Malerei sind traurige und geheimnisvolle Landschaften, Menschen in Angst oder im Kampf ums Überleben, sich bewegende Pferde, historische Rüstungen und prächtig gekleidete Reiter. Der Künstler greift gerne historische Ereignisse auf und stellt sie realistisch dar, verleiht seinen Werken jedoch gleichzeitig eine symbolische und spannungsvolle Dimension. Mit seiner Kunst warnt er vor den Folgen des Krieges und zeigt die Veränderungen, die durch negative Emotionen entstehen können.
Zu seinen bekannten Schlachtengemälden gehören unter anderem „Der Einfall der Tataren in Wien“ aus dem Jahr 1982, „Vision“ und „Janitschar“ aus dem Jahr 1983, „Pferdedieb“ aus dem Jahr 1983, „Legende“ aus den Jahren 1988/1989, „Kelten“ aus dem Jahr 1989 sowie „Johann III. Sobieski bei Wien“ aus dem Jahr 2006. Einen wichtigen Platz in seinem Schaffen nimmt auch der Zyklus „Hunter Of The Apocalypse“ ein. In diesen Werken verbindet Kubski realistische Elemente mit düsteren und bedrohlichen Visionen. Ein weiterer bedeutender Zyklus ist „Shock“, zu dem unter anderem die Werke „Legende“, „Auf dem Scheiterhaufen“, „Vision des Todes“, „Planet der Affen“, „Kohlendioxid“, „Jagd“, „Aids“, „Jesus“, „Ohne Gefühle“, „Ozonloch“, „Gezielte Handlung“ und „Krieg“ gehören.
Kubski beschäftigt sich außerdem mit der Anfertigung von Kopien bedeutender Werke der Malereigeschichte. Zu seinen Arbeiten gehören unter anderem Kopien von Gemälden von Józef Chełmoński, Józef Brandt, Wojciech Kossak, Jan Matejko, Jacek Malczewski, Władysław Podkowiński und Gustav Klimt. Sein besonderes Interesse an der historischen und militärischen Malerei zeigt sich vor allem in Werken, die von Ereignissen aus der polnischen und europäischen Geschichte inspiriert sind.
Der Künstler präsentierte seine Werke bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Polen und Paris. Die Eröffnungen seiner Ausstellungen wurden unter anderem von Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Politik vorgenommen. Seine Gemälde befinden sich in musealen Sammlungen in Europa und Amerika sowie in privaten Sammlungen. Ein besonderes Ereignis in seiner Karriere war die Übergabe des Gemäldes „Der Abschied“ am 7. April 1997. Das 167 × 300 cm große Werk, das einen polnischen Husaren zu Pferd darstellt, wurde in die österreichischen Nationalsammlungen im Wiener Hofburgkomplex aufgenommen. Kubskis künstlerisches Schaffen fand auch die Anerkennung des damaligen österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil.
Die Malerei ist jedoch nur ein Bereich der künstlerischen Tätigkeit von Marek Kubski. Er ist auch Multiinstrumentalist und Komponist. Er komponiert Musik, die von seinen eigenen Gemälden inspiriert ist, und seine Ausstellungen werden häufig von seinen eigenen Kompositionen begleitet. Dabei verwendet er unter anderem Keyboard, Saxophon und Gitarre. Die Musik soll Emotionen und Inhalte ausdrücken und verständlich machen, die sich mit einem Bild allein nicht vollständig vermitteln lassen. Kubski veröffentlichte außerdem eigene Musikalben, darunter „Hunter Of The Apocalypse“ (1993), „Ozon Gap“ (1998) und „Shock“ (2000).
Marek Kubski ist auch als Schriftsteller tätig. 1991 veröffentlichte er das Buch „Das Geisterschiff“ („Statek Widmo“), das später auch als Hörfassung auf Kassette in der Interpretation des Schauspielers Krzysztof Globisz erschien. Im Dezember 2014 wurde sein zweites Buch „Die Bestie“ („Bestia“) veröffentlicht.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Kubski auch sozial und wohltätig. Er nahm an zahlreichen Hilfsaktionen für Kinder, Kranke und Menschen in schwierigen Lebenssituationen teil. Dazu gehörten unter anderem Initiativen des Kinder-Gesundheitszentrums in Polen, „Kinder für Kinder“, das polnische Wohltätigkeitsprojekt Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy, Hilfsaktionen für Hochwasseropfer, PoliceArt sowie Veranstaltungen zugunsten von Menschen mit AIDS. Darüber hinaus beteiligte er sich an Projekten zur Unterstützung von Kindern mit Behinderungen und von Rehabilitationseinrichtungen.
Das künstlerische Schaffen von Marek Kubski zeichnet sich durch die Verbindung von Malerei, Musik und Literatur aus. In seinem Werk verbindet er Geschichte, menschliche Schicksale, Symbolik und Emotionen zu einer eigenen, charakteristischen Ausdrucksform. Seine künstlerische Tätigkeit ist eng mit Polen und Österreich verbunden. Eine besondere Bedeutung hat dabei Wien, wo er seit 1981 lebt, arbeitet und komponiert.