MARTYNA ZAKRZEWSKA: geboren und aufgewachsen in Racibórz, Schlesien; Pianistin – Solistin und Kammermusikerin – mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik, Doktor der Künste. Lehrerin aus Berufung, Yogi aus spiritueller Berufung. Sie erhielt ihre Ausbildung in Racibórz, Rybnik, Krakau und Köln. Magisterabsolventin der Krzysztof Penderecki Akademie für Musik, wo sie bei Prof. Milena Kędra studierte (Bachelor bei Prof. Mariusz Sielski), sowie der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. David Smeyers (ebenfalls in der Klasse von Prof. Pierre-Laurent Aimard). 2021 verteidigte sie mit Auszeichnung ihre Doktorarbeit: „Die Pianistin im Licht der Klavierliteratur von der Avantgarde der 1960er Jahre bis heute: Rollen und Hör-Tropen“, die u. a. Aufnahmen von Werken von Elliott Carter, George Crumb und Georges Aperghis beinhaltete. 2025 begann sie ein Studium in symphonischer und opernhaft dirigierter Musik an der Karol Szymanowski Akademie für Musik bei Prof. Szymon Bywalec.
Als Pianistin erhielt sie einen Sonderpreis beim Wettbewerb für Musik des 20. und 21. Jahrhunderts für junge Interpret:innen in Radziejowice 2014, den zweiten Preis beim 23. Concorso Luigi Nono, ein Stipendium des polnischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe sowie eine Förderung durch den Präsidenten der Stadt Krakau. Von 2013 bis 2015 war sie Mitglied des European Workshop for Contemporary Music, mit dem sie beim Internationalen Sommerkurs für Neue Musik in Darmstadt und beim Internationalen Festival für zeitgenössische Musik „Warszawska Jesień“ auftrat. In Köln erhielt sie die Gelegenheit, mit dem Ensemble Musikfabrik zu arbeiten – eine Zusammenarbeit, die mit einem Konzert an der Universität der Künste Berlin endete. Als Solistin trat sie u. a. an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, bei WDR, Deutschlandfunk, der Lemberger Philharmonie, der Philharmonie „Świętokrzyska“ und im Konzertstudio Witold Lutosławskis des Polnischen Rundfunks in Warschau auf sowie mit dem Polnischen Nationalen Rundfunk-Sinfonieorchester (NOSPR).
Sie spielte bei zahlreichen Festivals – darunter Wien Modern, Acht Brücken, „Warszawska Jesień“, Witold-Lutosławski-Festival „Łańcuch“ in Warschau, Krakauer Sacrum Profanum, Audio Art, ELEMENTI, unsound, aXes, MUSICA MODERNA in Łódź, NeoArte in Danzig sowie 7 Nurtów [Sieben Strömungen] und TRZY-CZTE-RY in Warschau – und arbeitete mit Dirigenten wie Rüdiger Bohn, Marek Moś und Jose Luis Castillo. Sie führte Uraufführungen von Werken u. a. von Andrzej Kwieciński, Artur Zagajewski, Cezary Duchnowski, Joanna Woźny, Jarosław Płonka, Jacek Sotomski, Marta Śniady, Paweł Malinowski, Monika Szpyrka, Anna Sowa, Nina Fukuoka, Żaneta Rydzewska und Martyna Kosecka auf.
Sie nahm an Meisterkursen von Pianisten und Ensembles wie Aleksey Orlovetsky, Nicolas Hodges, Benjamin Kobler, Sebastian Berweck, Maciej Grzybowski, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Modern und ensemble recherche teil. Sie besuchte die impuls Academy Graz, die Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Ostrava Days und die Stockhausen-Kurse in Kürten. 2022 und 2023 leitete sie ihre eigene Klavierklasse während aufeinanderfolgender Sommerkurse für Neue Musik für Interpret:innen in Bydgoszcz. Regelmäßig unterrichtet sie zeitgenössische Musik an ihrer Alma Mater in Krakau.
2014 gründete sie das zeitgenössische Ensemble Spółdzielnia Muzyczna, das sie bis 2023 leitete und dem sie angehörte; das Ensemble erhielt u. a. den Siemens Musikstiftung Ensemblepreis. 2020 wurde ihr eigenes Projekt „Feminine Forms“ uraufgeführt, das sich auf die Aufführung von Werken zeitgenössischer Komponistinnen durch Frauen konzentrierte. Bei der Wiederentdeckung der polnischen Musik stieß sie auf das Œuvre von Barbara Buczek, was zu einem Projekt führte, das alle Klavierwerke der Komponistin abdeckte und 2021 im Rahmen des Festivals Sacrum Profanum uraufgeführt wurde. 2025 nahm sie ihre eigene Interpretation von Sonaten und Interludes für präpariertes Klavier von John Cage auf, ein Projekt, das bisher bei mehreren Konzerten in Polen präsentiert wurde. An der Krzysztof Penderecki Akademie für Musik, wo sie Assistenzprofessorin ist, betreut sie seit 2024 die Forschungs- und Performancegruppe New Wayve und dirigiert deren Studierendenensembles.